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Trennscheibe oder Diamanttrennscheibe ?

Für den Betrieb eines Trennschleifers benötigt man eine passende Trennscheibe. Mit Hilfe des Trennschleifers lassen sich die verschiedensten Materialien schneiden, wie zum Beispiel Holz, Metall, Beton und Stein. Die runden Trennscheiben sind sehr dünn und werden in zwei unterschiedliche Kategorien unterteilt, nämlich die klassischen Trennscheiben mit Kunstharz und die Diamanttrennscheiben.

Trennscheiben mit Kunstharz als Bindemittel

Die klassischen Trennscheiben werden immer noch am häufigsten eingesetzt, was größtenteils auch sicher am günstigeren Preis liegt. Bei den Trennscheiben gibt es Modelle für unterschiedliche Einsatzzwecke, es gibt spezielle Trennscheiben für das Schneiden von Steinen, Edelstahl, Aluminium und Stahl. Dank eines Stahlrings lassen sich die Trennscheiben problemlos und sicher am Trennschleifer montieren.

Um ein Reißen der Trennscheibe zu verhindern, sind sie von zwei Sicherheitsnetzen aus Glasfasergewebe umgeben, das schreibt der Sicherheitsstandard in Deutschland vor. Für die Herstellung der kunstharzgebundenen Trennscheiben wird in der Regel Aluminiumoxid (Korund) als Basis eingesetzt, zusammen mit Flüssig- und Pulverharz entsteht eine Masse, die dann zu Trennscheiben in verschiedenen Durchmessern und Stärken gepresst werden kann.

Diamanttrennscheiben sind hochwertiger und teurer

Trennscheibe mit Diamanten besetzt

Diamanttrennscheiben werden ausschließlich für das Schneiden von Beton, Asphalt 

 

und Natursteinen verwendet, nur mit einigen Spezialtypen kann man auch Metall bearbeiten. Natürlich bestehen Diamanttrennscheiben nicht aus Diamanten, vielmehr werden auf ein Stammblatt au

 

s Stahl Diamantsegmente aufgebracht, und zwar durch Löten, Laserschweißen oder auch Sintern.

Bei letzterem wird während der Verarbeitung bei hohen Temperaturen ein sehr großer Druck aufgebaut, kurz vorm dem Erreichen des Schmelzpunktes erfolgt die Verbindung mit dem Stammblatt. Beim Löten erfolgt die Aufbringung der Segmente mit Hilfe von Silberlot. Bei diesen Trennscheiben ist zu berücksichtigen, dass sie nur für den Nassschnitt geeignet sind. Findet keine Kühlung durch Wasser statt, würde es zu einem Schmelzen des Lots kommen, so dass sich die Diamantsegmente ablösen.

Am hochwertigsten sind lasergeschweißte Diamanttrennscheiben, denn es erfolgt eine Verschweißung der Segmente mit dem Stammblatt, so dass es während der Nutzung des Trennschleifers nicht zu einem Verlust kommt. Um die Diamantsegmente herstellen zu können, werden Industriediamanten mit diversen Metallpulvern vermengt, beim Schmelzen kommt es zu einer Verbindung der beiden Komponenten. Nach dem Entgraten können die Segmente dann auf das Stammblatt aufgebracht werden. Die Qualität und Haltbarkeit einer Diamanttrennscheibe hängt von der Qualität der verwendeten Diamanten, deren Anteil, den eingesetzten Metallpulvern und der Verbindung der Diamantsegmente mit dem Stammblatt ab.

Verschiedene Formen der Diamanttrennscheibe

Bei den Diamanttrennscheiben unterscheidet man grundsätzlich zwischen drei verschiedenen Varianten. Spricht man von einem segmentierten Rand, so sind an der Seite geriffelte oder glatte Diamantsegmente angeordnet, dazwischen befinden sich Freiräume. Mit einer segmentierten Trennscheibe kann man eigentlich nicht viel falsch machen. Sie eignen sich vor allem für mittelharte Materialien wie zum Beispiel Ziegeln oder Kalksandstein, aber auch Beton lässt sich schnell damit schneiden.

Beim so genannten Turborand verläuft die Beschichtung mit Diamantsegmenten um den kompletten Rand, der Rand ist also geriffelt. Mit Hilfe dieser Variante lassen sich harte Materialien besonders gut bearbeiten wie zum Beispiel Granit oder Beton, aber auch für Klinker, Marmor und Sandstein kann man sie verwenden.

Schließlich gibt es noch Diamanttrennscheiben mit einem Vollrand, dieser ist glatt und geschlossen, so dass Schnitte besonders sauber und fein ausfallen. Solche Trennscheiben werden gerne für die Bearbeitung empfindlicher und brüchiger Materialien eingesetzt, wie zum Beispiel Keramik, Dachpfannen oder Fliesen.


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